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Pressemitteilung 22.01.10

Grenzgänger aufgepasst: Hohe Gebühren beim Geldabheben mit ausländischen Bankkarten an deutschen Automaten

Euro-Info-Verbraucher e.V. registriert vermehrt Beschwerden von Verbrauchern /  Banken versprechen mehr Preistransparenz

Kehl
– Viele ausländische Verbraucher erleben seit Ende vergangenen Jahres eine böse Überraschung beim Blick auf ihren Kontoauszug: Gebühren von bis zu 20 Euro werden bei einigen Banken für eine einzelne Geldabhebung verlangt, und das selbst bei minimalen Beträgen. Grund sind die Tariferhöhungen deutscher Kreditkarteninstitute, die von den Geldinstituten direkt an alle Fremdkunden weitergegeben werden, die an ihren Automaten Geld ziehen. Ein Tarifvergleich zeigt, dass auch innerhalb eines Geldinstituts die Preise variieren: von 3,50 Euro in München über 7,50 Euro in Offenburg und 10,00 Euro in Kehl bis zu 20,00 Euro in Laubach-Hungen.

Seit Ende Dezember gehen bei Euro-Info-Verbraucher e.V. aus diesem Grund vermehrt grenzüberschreitende Beschwerden ein: So musste eine deutsche Verbraucherin, die seit mehreren Jahren in Frankreich lebt und regelmäßig ihre Einkäufe in Kehl erledigt, feststellen, dass ihr plötzlich 10 Euro Gebühren in Rechnung gestellt wurden, nachdem sie mit ihrer französischen Mastercard 100 Euro an einem deutschen Bankautomaten abgehoben hatte. Ein französischer Verbraucher musste 7,50 Euro Gebühren für einen Betrag von 10 Euro begleichen, den er sich an einem Automaten in einem Offenburger Supermarkt auszahlen ließ.

Euro-Info-Verbraucher e.V. hat erste Schritte eingeleitet, damit die Gebührenpolitik in Zukunft transparenter gestaltet wird. In Gesprächen mit Bankinstituten in der deutsch-französischen Grenzregion forderten die Verbraucherschützer unter anderem, dass eine klare Preisinformation zu den Gebühren an den Geldautomaten auch in französischer Sprache zu finden sein muss. Die Banken wollen dem Rechnung tragen.


Praktische Verbrauchertipps von Euro-Info-Verbraucher e.V.
  • Erkundigen Sie sich über anfallende Gebühren für die Benutzung Ihrer EC- oder Kreditkarte, noch bevor Sie ins EU-Ausland reisen.
  • Nehmen Sie ausreichend Bargeld mit – nicht alle Geschäfte akzeptieren ausländische Geldkarten.
  • Wenn nötig, sollten Sie immer gleich höhere Beträge an ausländischen Bankautomaten ziehen statt mehrerer kleiner.


Ansprechpartner für die Presse:
Charlotte Geiger
Euro-Info-Verbraucher e.V.
Tel: +49 7851 991 48-23
E-Mail : geiger@euroinfo-kehl.eu