Gesundheit ohne Grenzen? Die Bürger des Eurodistrikts erwarten praktische Lösungen
Euro-Info-Verbraucher e.V., der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau und der Verein Staatsbürger/innen im Grenzgebiet setzen sich gemeinsam für einen besseren Zugang zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung ein und laden Bürger, Fachleute und Medienvertreter zu einer Konferenz am 8. Juli 2010 von 9 bis 17 Uhr im Centre administratif am Place de l’Etoile in Straßburg.
Als Redner werden erwartet: Roland Ries, Präsident des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau und Bürgermeister von Straßburg, Françoise Grossetête, EU-Abgeordnete und Berichterstatterin des EU-Parlaments zur Gesundheitsrichtlinie, Alain Lamassoure, EU-Parlamentarier und Präsident von Euro-Info-Verbraucher e.V., sowie weitere Politiker, Vertreter von Krankenkassen und deutsche und französische Ärzte.
Als Redner werden erwartet: Roland Ries, Präsident des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau und Bürgermeister von Straßburg, Françoise Grossetête, EU-Abgeordnete und Berichterstatterin des EU-Parlaments zur Gesundheitsrichtlinie, Alain Lamassoure, EU-Parlamentarier und Präsident von Euro-Info-Verbraucher e.V., sowie weitere Politiker, Vertreter von Krankenkassen und deutsche und französische Ärzte.
Auf dem Weg zu einem Europa der Gesundheit ist Mobilität für Patienten längst nicht mehr außergewöhnlich, sondern berührt sie insbesondere als Bewohner einer Grenzregion immer häufiger direkt in ihrem Alltag. In einer Zeit, in der Gesundheit verstärkt als Dienstleistung wie jede andere verstanden wird und sich die nationalen Sozialsysteme im Umbruch befinden, gilt es auf beiden Seiten des Rheins gemeinsam aktiv zu werden.
Während der Konferenz „Gesundheit ohne Grenzen: Bürger des Eurodistrikts stellen Fragen“ (s. Programm) soll die derzeitige Situation in Europa und speziell im Eurodistrikt offengelegt werden; sowohl politische Akteure als auch Gesundheitsexperten und Vertreter der Krankenkassen erhalten die Möglichkeit, Stellung zu beziehen. Auch Bürger sind eingeladen, ihre konkreten Anliegen und Sorgen zu formulieren, damit der Eurodistrikt, in dem sie mit rund 900.000 potenziellen Patienten leben, eine Modellregion im Bereich der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung wird.
Der Kurzfilm „Gesundheit im Eurodistrikt… Von der Theorie zur Praxis!“, der im Rahmen der Konferenz gezeigt wird, veranschaulicht die Schwierigkeiten der Bewohner des Eurodistrikts, von ihrem EU-Recht auf den freien Zugang zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung derzeit zu profitieren. Komplexe Gesetzestexte und gravierende Unterschiede der Gesundheitssysteme, unzureichende Informationen für Patienten wie Ärzte und langes Warten auf die Kostenerstattung stehen einem reibungslosen Patientenfluss noch immer im Weg.
Eine Vorschau des Films steht auf der Internetseite
http://www.eu-verbraucher.de/de/dies-sind-ihre-rechte/gesundheit/ zur Verfügung.
Beispiel: Da die Behandlung bei einem deutschen Zahnarzt günstiger sein soll, wendet sich ein Straßburger Patient an eine Kehler Praxis, um sich Implantate machen zu lassen. Sechs Monate später wurden ihm die Behandlungskosten jedoch immer noch nicht erstattet; in manchen Fällen müssen Patienten darauf ein ganzes Jahr warten.
Ansprechpartner für die Presse:
Charlotte Geiger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 07851 / 991 48-23
eMail: geiger@euroinfo-kehl.eu



