Geld aus den Automaten: Gebührenlimit der privaten Banken eine Mogelpackung im Vergleich zu europäischen Nachbarländern
Der Bundesverband deutscher Banken setzt Obergrenze für Abhebegebühren
bei teuren 1,95 Euro / Ein Blick in die Nachbarländer zeigt: Es geht
auch kundenfreundlicher!
Kehl – Mit den Tariferhöhungen deutscher Kreditkarteninstitute Ende vergangenen Jahres schossen die Abhebegebühren für Fremdkunden an deutschen Banken sprunghaft in die Höhe: Wuchergebühren von 5 bis 20 Euro, je nach Bank und Bankfiliale, werden derzeit für eine einfache Abhebung verlangt, selbst bei minimalen Beträgen. Die Ankündigung des Bundesverbandes deutscher Banken (BDB), zum 15. Januar 2011 ein neues direktes Kundenentgelt von maximal 1,95 Euro pro Fremdabhebung zu verlangen, ist im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern immer noch sehr teuer: Sowohl in Frankreich, Belgien und den Niederlanden als auch in Österreich sind Abhebungen bei Fremdinstituten in der Regel kostenfrei. „In diesem Fall von einer kundenfreundlichen Lösung zu sprechen, ist in Anbetracht der Verhältnisse bei unseren Nachbarn nicht nachvollziehbar“, meint Bernd Krieger, Leiter des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland.
Die deutsch-französische Verbraucherberatung Euro-Info-Verbraucher e.V. erhält seit Ende letzten Jahres zahlreiche Beschwerden ausländischer Verbraucher, die von den absurd hohen Gebühren überrascht werden. Bereits zu Beginn des Jahres hat der Verein Alarm geschlagen, um insbesondere für Verbraucher in der deutsch-französischen Grenzregion eine rasche Lösung des Problems zu finden.
Mehr Informationen zu den Aktivitäten unseres Vereins finden Sie auf unserer Webseite unter http://www.euroinfo-kehl.eu/de
Ansprechpartner für die Presse:
Charlotte Geiger
Euro-Info-Verbraucher e.V.
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